GRUSSWORT

Die Wiener Medizinische Akademie (WMA) blickt auf jahrzehntelange Erfahrung bei der Veranstaltung von Kongressen zurück. Um weiterhin aktuelle Fortbildung auf hohem Niveau zu bieten, starten wir nun eine eigene Fortbildungsreihe.

Wir wollen aktuelle Themen in der Medizin von verschiedenen Seiten beleuchten und
haben uns als erstes Thema unseres Fortbildungszyklus das Folgende ausgewählt:
„Von der Person zur personalisierten Medizin – vom Labor zum Patienten“

Mit diesem Thema wollen wir Kolleg/innen aller Fachrichtungen ansprechen, speziell aber wollen wir Ärztinnen und Ärzte für Allgemeinmedizin, die an der Schnittstelle zwischen den Patientinnen und Patienten und allen neuen Entwicklungen stehen, damit erreichen.

Die Einführungsvorträge werden von Professor Markus Hengstschläger und Werner Pokstefl (Patient/innenvertreter gehalten. Professor Hengstschläger nimmt sich der medizinischen Genetik, die als die Basis der personalisierten Medizin zu sehen ist, und deren weiteren Entwicklung an. Der Patient/innenvertreter wird auf die Erwartungen von Patient/innen und deren Beteiligung an klinischen Studien eingehen und aus einem anderem Blickwinkel zu diesem wichtigen Thema berichten.

Krebsleiden sind das Paradigma der personalisierten Medizin. Unter dem Titel „Krebs verstehen, Krebs besiegen“ werden die onkologischen Referate beginnen, gefolgt von einem Vortrag über familiären Brust- und Eierstockkrebs und einem Bericht über den Siegeszug der HPV Impfung, die einen anderen Ansatz, nämlich das Ziel der Krebsvermeidung, verfolgt.

Der inneren Medizin als weiterem zentralen Thema wird mit Referaten über Kardiologie, Dyspnoe, personalisierter Therapie des Diabetes mellitus und Rheumatologie Raum gegeben. Auch bei diesen Erkrankungen gibt es zunehmend personalisierte Ansätze in den Therapiekonzepten.

Doch nicht nur onkologisch oder internistisch betrachtet, bietet die personalisierte Medizin neue Erkenntnisse. Von großem Interesse ist z.B. das Mikrobiom, dem wichtige Einflüsse auf die Entstehung zahlreicher Erkrankungen zugeschrieben werden. Auch in der Epilepsietherapie finden sich zunehmend zukunftsversprechende personalisierte Behandlungsansätze. Personalisiert im eigentlichen Sinn ist natürlich der individuelle Umgang mit Menschen. Dies trifft besonders in der Geriatrie zu und hat dort auch eine zusätzliche psychosoziale Dimension. Und in der Unfallchirurgie ist die individuelle Behandlung von Verletzungsfolgen ebenso ein wesentlicher Bestandteil.

Zahlreiche Kolleginnen und Kollegen der medizinischen Universität werden die oben genannten Themen beleuchten.

Die Wiener Medizinische Akademie (WMA) möchte mit dieser Tagung einen Beitrag zum Verständnis der personalisierten Medizin leisten.

Wir freuen uns auf Ihre Teilnahme und rege Diskussionen mit Ihnen!
Wolfgang Grisold

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